Weihnachten – damals und heute

Erinnern Sie sich an die Weihnachtsfeste Ihrer Kindheit? Ältere Menschen werden oft wehmütig, wenn sie an Weihachten aus dieser Zeit zurück denken. „Früher war alles besser!“ heißt es dann häufig und in mancherlei Hinsicht trifft dies sicherlich auch zu. Im folgenden soll deshalb ein Blick zurückgeworfen werden in die Nachkriegszeit. Wie haben Menschen damals das Fest gefeiert und was hat sich seitdem verändert?

Stellt man sich das Wohnzimmer einer Familie in den Jahren 1950-60 vor, dann hat man vermutlich viele klassische Weihnachtselemente vor Augen.

Ein echter Tannenbaum etwa, der nicht aus Plastik besteht. Während man heute viel Wert auf eletronische Beleuchtung legt, vor allem im Gartent, hielt man es damals sehr viel schlichter, aber dafür sehr stilvoll. Die Kerzen, die auf dem Weihnachtsbaum brennen, waren echt und der Weihnachtsschmuck sorgsam aus Holz gearbeitet und handbemalt noch dazu. Unter dem Baum lagen vermutlich weniger Geschenke, dafür wurde am Weihnachtsabend im Kreise der Familie groß aufgetischt. Während sich in der heutigen Zeit Fleischfondue und Raclette am Weihnachtsabend durchgesetzt haben, so aß man damals klassischerweise Kartoffelsalat mit Würstchen. Erst an den beiden Weihnachtsfeiertagen wurde dann richtig aufgetischt mit Gänsebraten und Rotkohl mit Klößen. Viele Stunden verbrachte man damals in der Küche, um ein Festmahl zu kredenzen. Der Geruch von selbstgebackenen Plätzchen, Lebkuchen und Christbaumstollen lag in der Luft.

Während das Essen sicher ein Highlight des Weihnachtsabends war, so war es doch auch die Zusammenkunft der ganzen Familie.

Während heute viele Menschen alleine oder zu zweit unterm Baum sitzen, legte man in den 50er und 60er Jahren noch großen Wert auf das Zusammenkommen der Familie. Häufig wurde gemeinsam musikziert und die Bescherung war an das Aufsagen von Gedichten und Versen gebunden. Eingeleutet wurde sie mit einer Glocke und oft waren Christkind und Weihachtsmann anwesend. Auf diese Traditionen besinnt man sich auch heute noch gern. Großväter und Väter verkleiden sich als Weihnachtsmänner oder aber man engagiert einen Studenten, der die Bescherung übernimmt.
Insgesamt scheint Weihnachten in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sehr viel weniger konsumorientiert und vielmehr dem menschlichen Miteinander gewidmet gewesen zu sein. Auch der Gottesdienstbesuch am heiligen Abend gehörte damals noch wie selbstverständlich zum Fest dazu. Dies soll jedoch niemanden missmutig stimmen, denn Traditionen kann man bekannterweise ja immer neu aufleben lassen und auf diese Weise dann auch die Augen der älteren Generation wieder zum Strahlen bringen.

Probieren Sie es doch einmal aus und feiern Sie das Fest wie damals!