Halloween und Reformationstag – In der Linde feiern

Böse Fratzen, gruselige Verkleidungen und Süßigkeiten – Der 31. Oktober scheint sich kulturell immer mehr an Halloween auszurichten. Dabei bietet auch die deutsche Kultur genug Anlass zum Feiern. Martin Luther war es, der den letzten Tag im Oktober mit seinen Thesen Bedeutung einhauchte. Die Reformation befasste sich mit einem Wandel in der Religion. So kritisierte der Mönch und Theologieprofessor unter anderem den Ablasshandel. Die Thesen werden als Geburtsstunde der evangelischen Ausprägung der christlichen Religion gefeiert.

An Halloween sollen die bösen Geister vertrieben werden. Das geht natürlich am besten, wenn man Ihnen Angst einjagt. Was in Amerika schon seit Jahren mit Kostümen gefeiert wird, erhielt auch in Deutschland immer mehr Einfluss. Der Grund ist der intensive Kulturaustausch zwischen Amerika und Deutschland. Durch die Medien verbreitete sich der Trend. Welches Kind will es sich schließlich entgehen lassen, Süßigkeiten geschenkt zu bekommen. Der amerikanische Feiertag verbreitet sich rasend, so dass heute vor allem junge Menschen mehr damit anfangen könne, als mit dem Begriff des Reformationstages.

Wie wird Halloween gefeiert?

An Halloween werden die Straßen und Häuser schaurig-schön dekoriert. Kürbisse werden ausgehöhlt, mit schaurigen Gesichtern versehen und beleuchtet. Auch Allerlei anderer gruseliger Schmuck kommt zum Einsatz. Um so erschreckender und ausgefallener, umso besser. Die Jugend nutzt Halloween, um Süßigkeiten zu bekommen. Verkleidet, wie zum deutschen Faschingsfest, zeihen die Kinder durch die Straßen von Haus zu Haus – unter dem Motto Trick or Treat (Süßes oder Saures) sollte sich jeder Bewohner freikaufen. Wer es nicht tut, riskiert, dass das Haus mit Eiern beworfen oder anderweitig umgestaltet wird. Das Ausgeben von Süßigkeiten gehört zum guten Ton.

Der Ursprung von Halloween bezieht sich auf den Abend vor Allerheiligen (All Hallow’s Eve) eine Verbindung zum keltischen Totenfest wird geschichtlich hergestellt, ist allerdings umstritten. Dort war es Brauch, sich mit dem Knochen vom geschlachteten Vieh zu verkleiden, um die Geister der Toten, welche in die Häuser der Städte und Dörfer einkehren wollen, zu vertreiben. Durch die Besiedlung Amerikas durch unterschiedliche Kulturkreise, spielen viele Einflüsse eine Rolle. Die geschnitzten Kürbisse stammen z.B. aus dem Irischen, wo ursprünglich Rüben verwendet wurden.

Feste feiern, wie sie fallen

Ob Sie ein Fan des Reformationstages sind oder den Brauch aus den Staaten feiern, der sich aus vielen europäischen Strömen zusammensetzte, in der Linde haben Sie natürlich auch am 31.10. eine Gelegenheit, sich den Tag kulinarisch versüßen zu lassen – auch ohne Kostüm und Kürbis. Am besten feiert es sich schließlich noch immer in angenehmer Gesellschaft und mit einem schmeichelnden Programm für die Sinne.